WORUM ES GEHT

Hier sind ein paar Beispiele von Themen, die in der Gruppe diskutiert werden.

 

SICH SELBST LIEBEN

 

Sich zu trauen heißt nicht nur eine Liebesbeziehung mit jemanden anders offiziell zu machen, sondern auch sich selbst zu akzeptieren und zu lieben. Manche von uns haben Schwierigkeiten das zu machen, weil das Leben ohne eine permanente und intensive Beziehung mit bestimmten anderen Personen für uns gar keine Bedeutung hätte. Gerne geben wir diesen bestimmten Personen alles was wir haben, weil es für uns nichts wichtiges als diese Beziehungen gibt. Gerne sehen wir uns sogar als Retter der bestimmten Anderen, und wir genießen das Gefühl, uns selbst für sie zu opfern. Aber profitieren wir wirklich von solchen hyperemotionale, exklusive und bedingungslose Beziehungen? Können wir uns selbst ohne diese Beziehungen nicht ernst nehmen und lieben? Wäre es nicht besser uns (zumindest zum Teil) von den Anderen zu trennen, um uns selbst zu nähern und um uns selbst besser kennen zu lernen? In dieser Gruppe versuchen wir eine Art Abnabelungsprozess zu ermöglichen um das biblische Gebot umzukehren : Liebe Dich selbst wie Deinen Nächsten.


ZU WORT KOMMEN

 

Wir wollen oft nicht gesehen werden, weil wir uns selbst unterschätzen und wir versuchen unsere Schwäche zu verstecken. Aus diesem Grund ist Geplauder für uns meistens unangenehmen. Wir schweigen lieber. Wir unterschätzen auch unsere eigenen Ideen. Wir sind oft der Meinung, dass sie nicht gut genug sind, um ausgedrückt zu werden. Wir sind oft Perfektionisten und gehen lieber nicht das Risiko ein, über etwas zu sprechen, was wir nicht ganz beherrschen. Wir wollen höchstens über unser Spezialgebiet etwas sagen. Das Ergebnis davon: wir werden tendenziell als selbstverständlich wahrgenommen. Wir werden oft als „Mauerblümchen“ beschrieben. Weil wir uns nicht äußern wirken wir unsicher. Oder wir werden als Mitläufer eingeschätzt, nach dem Motto „wer schweigt, stimmt zu“. Wir werden nicht anerkannt: man glaubt wir sind Loser. Eine schmerzhafte Konsequenz davon: unsere Bedürfnisse werden übersehen.

 

Um unser eigenes Interesse besser zu vertreten müssen wir auf unsere eigene Wünsche und Ziele besser achten. Und wir müssen mehr Präsenz und Gefühle zeigen. Das heißt aber nicht, dass wir unsere zurückhaltende und bescheidene Persönlichkeit ändern müssen. Das würde wahrscheinlich sowieso nicht gehen. Es geht eher darum, dass wir ab und zu unsere Komfortzone übergangsweise verlassen. Es geht darum sichtbarer und offensiver zu sein, wenn wir dadurch viel gewinnen können. Uns zu behaupten wird uns wahrscheinlich nie ganz leicht fallen. Aber wir können uns bestimmt manchmal stark und selbstbewusst verhalten, wenn wir dadurch glücklicher und erfolgreicher sein können.